Bienenland,
nicht
Burgenland.

Etwas südlich des Neusiedler Sees, mitten im Burgenland, liegt Lackendorf. Hier bewirtschaften wir unsere kleine Imkerei samt Bauernhof: mit Feldern, fast so weit das Auge reicht. Bunte Streuobstwiesen und grüne Wälder wechseln sich bei uns ab, dazwischen Gemüse und vor allem viel Gesumse. 200 Bienenvölker leben am Hof und auf den Wiesen im Ein­klang mit der Natur. Das sind unzählige fleißige Bienen, die uns jährlich summ­summarum mit 2,5 bis 5 Tonnen Honig beglücken.

Wir sind
viele.

Wenn wir „wir“ sagen, meinen wir uns: Annemarie und Georg. Eine Berlinerin und ein Burgenländer, die in Wien bei Wein zueinander gefunden haben, beim Studium des Weinbaus genau genommen. Jetzt lernen wir ge­meinsam, was es heißt, die Landwirtschaft und die familieneigene Imkerei zu betreiben. Dabei können wir uns ganz viel von Georgs Eltern Franz und Inge abschauen, die eigentlich auch zum Wir gehören. Genauso wie Georgs Schwester Franziska, die den Hofladen in Wien schupft, oder Bruder Bernd und Schwägerin Daniela, unsere treuesten Freunde und Erntehelfer.

Über das
Flugbrett.

Wenn Bienen nach einem langen Arbeitstag heimwärts fliegen, orientieren sie sich an Gerüchen, an der Sonne oder am Magnetfeld der Erde. Am Biohof Rohrauer machen wir es ihnen noch ein bisschen leichter: Die Flugbretter der einzelnen Bienenvölker haben unterschied­liche Farben, damit die Bienen schon von Weitem sehen, wo sie zuhause sind. Und weil das dann sehr naheliegend war, haben wir die Farben der Flugbretter auch einfach auf den Etiketten übernommen. So kann man sehen, welches Bienenvolk welchen Honig gemacht hat. Wir kennen unsere Produzenten eben ganz genau.

Liegt bei uns
in der Familie.

Die Geschichte des Biohof Rohrauer beginnt mit dem Urgroßvater, der in einer Zeit ohne Greißler oder Handwerker im Ort einfach selbst zur Tat geschritten ist. Er baute Obst an, hielt Ziegen, züchtete Bienen und stellte sogar Werk­zeuge her – ein Selbstversorger der ersten Stunde also. Das war für die Eltern die Basis für unseren Biohof Rohrauer. Sie forcierten und vergrößerten die Landwirtschaft und verkauften die Hof-Produkte sogar überregional. 2016 haben wir den Hof übernommen, davor aber schon eine eigene Marke etabliert: „dazu“. Feine Senf-Spezialitäten aus dem eigenen Anbau, hergestellt in einer Manufaktur nahe Wien.

Von nix
kommt nix.

Das Mittelburgenland scheint prädestiniert für die Honigproduktion.
Die lange Vegetationsperiode und die vielen unterschiedlichen Böden des ehemaligen Vulkangebiets sorgen für eine große Biodiversität, in der sich Bienen besonders wohlfühlen. Wir achten zudem drauf, dass wir nur qualitäts­volles Wachs aus unserem eigenen Betrieb verwenden, um den Bienen den best­möglichen Lebensraum zu bieten. Denn nur aus Qualität kann auch etwas richtig Gutes entstehen – unser Honig eben.

Honig ist
nicht
gleich Honig.

Bei uns gibt es reinsortige Honige und Honigspezialitäten. Manche passen gut in die heiße Milch, andere besser aufs Butterbrot. Allen gemein ist aber, dass wir sehr viel Liebe und Handarbeit in ihre Produktion investieren. Die Honigwaben werden von uns zum Beispiel von Hand und ohne Zutun von Hitze möglichst schonend entdeckelt und geschleudert. Auch für das Sieben verwenden wir keine Maschinen, das erledigt die Schwerkraft. Wichtige Inhaltsstoffe wie Blütenpollen bleiben dadurch erhalten, der Geschmack wird noch intensiver.

Zuckerbrot
ohne
Peitsche.

Wenn Bienen ihren Stachel ausfahren, hat das immer einen guten Grund. Deshalb gehen wir sehr behutsam mit ihnen um und schauen umso mehr darauf, dass es ihnen an nichts fehlt: Raum, um wild zu bauen. Die Freiheit, ausschwärmen zu dürfen. Und am Ende jeder Saison lassen wir ihnen immer genügend Honig als Futter in der Wabe. Zuckerwasser gibt's auch noch dazu. Nur den Nek­tar, den müssen sie schon selbst finden.